Sildenafil – Der bekannteste PDE-5-Hemmer
Sildenafil ist ein verschreibungspflichtiger PDE-5-Hemmer zur Behandlung der erektilen Dysfunktion. Er wurde 1998 als erster Wirkstoff seiner Klasse zugelassen und ist heute als Generikum verfügbar.
Steckbrief
Wirkstoff
Sildenafil (Citrat)
Wirkstoffklasse
PDE-5-Hemmer
Wirkdauer
4–6 Stunden
Darreichungsform
Filmtablette
Rezeptpflicht
Ja (verschreibungspflichtig)
Erstzulassung
1998 (als Viagra)
Was ist Sildenafil?
Sildenafil ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der PDE-5-Hemmer (Phosphodiesterase-5-Hemmer). Er wurde ursprünglich als Viagra von Pfizer auf den Markt gebracht und ist seit Patentablauf als Generikum verschiedener Hersteller erhältlich.
Anwendungsgebiet
Sildenafil wird zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED) bei erwachsenen Männern eingesetzt. Die Verordnung setzt eine ärztliche Diagnose voraus.
Wirkmechanismus
Sildenafil hemmt das Enzym PDE-5, das für den Abbau von cGMP verantwortlich ist. Dadurch wird die Entspannung der glatten Muskulatur in den Schwellkörpern gefördert und der Blutfluss verbessert. Eine sexuelle Stimulation ist für die Wirkung erforderlich.
Geschichte
Sildenafil wurde ursprünglich als Herzmedikament entwickelt. Die erektionsfördernde Wirkung wurde als Nebenwirkung in klinischen Studien entdeckt. 1998 erfolgte die Zulassung als Viagra.
Einnahme und Anwendung
Die korrekte Einnahme von Sildenafil ist wichtig für eine optimale Wirkung. Die Dosierung wird individuell vom Arzt festgelegt.
Zeitpunkt der Einnahme
Sildenafil wird etwa 30–60 Minuten vor der geplanten sexuellen Aktivität eingenommen. Die Wirkung hält 4–6 Stunden an.
Einfluss von Nahrung
Fettreiche Mahlzeiten können den Wirkungseintritt verzögern. Die Einnahme auf nüchternen Magen oder nach einer leichten Mahlzeit wird empfohlen.
Maximale Einnahmehäufigkeit
Sildenafil sollte nicht häufiger als einmal täglich eingenommen werden. Die maximale Einzeldosis beträgt 100 mg.
Gegenanzeigen
Sildenafil darf nicht von allen Patienten eingenommen werden. Bestimmte Vorerkrankungen und Medikamente schließen eine Anwendung aus.
Nitrate und NO-Donatoren
Die gleichzeitige Einnahme von Sildenafil mit Nitraten (z.B. Nitroglycerin) oder Stickstoffmonoxid-Donatoren ist absolut kontraindiziert. Es kann zu einem lebensbedrohlichen Blutdruckabfall kommen.
Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Bei instabiler Angina pectoris, schwerem Herzversagen, kürzlich erlittenem Schlaganfall oder Herzinfarkt ist Sildenafil kontraindiziert.
Weitere Kontraindikationen
Schwere Leberinsuffizienz, Hypotonie (Blutdruck unter 90/50 mmHg), Retinitis pigmentosa und bekannte Überempfindlichkeit gegen Sildenafil.
Wichtige Hinweise
- Sildenafil ist verschreibungspflichtig. Die Einnahme ohne ärztliche Verordnung ist nicht zulässig.
- Nicht zusammen mit Nitraten oder NO-Donatoren einnehmen – Gefahr eines lebensbedrohlichen Blutdruckabfalls.
- Bei Erektionen, die länger als 4 Stunden anhalten (Priapismus), sofort einen Arzt aufsuchen.
- Bei plötzlichem Seh- oder Hörverlust die Einnahme sofort stoppen und einen Arzt konsultieren.
Häufig gestellte Fragen
Weiterführende Seiten
Ärztliche Beratung
Lassen Sie sich beraten, ob Sildenafil für Sie geeignet ist. Der Arzt entscheidet individuell über die Verordnung.
Zur ärztlichen BeratungPflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Medizinischer Hinweis
Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung.Sildenafil ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Die Entscheidung über eine Verordnung liegt ausschließlich beim behandelnden Arzt.