Antidepressivum (NaSSA)

Mirtazapin – Antidepressivum mit schlaffördernder Wirkung

Medizinisch geprüft

Mirtazapin ist ein noradrenerges und spezifisch serotonerges Antidepressivum (NaSSA). Neben der antidepressiven Wirkung hat es eine ausgeprägte schlaffördernde und appetitsteigernde Komponente.

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Steckbrief

Wirkstoff

Mirtazapin

Wirkstoffklasse

NaSSA (Noradrenerges und spezifisch serotonerges Antidepressivum)

Wirkdauer

20–40 Stunden (Halbwertszeit)

Darreichungsformen

Filmtabletten, Schmelztabletten (15 mg, 30 mg, 45 mg)

Rezeptpflicht

Ja (verschreibungspflichtig)

Was ist Mirtazapin?

Mirtazapin ist ein Antidepressivum, das zur Klasse der NaSSA gehört. Es unterscheidet sich von SSRI und SNRI durch einen anderen Wirkmechanismus und ein anderes Nebenwirkungsprofil.

Anwendungsgebiete

Depression (Episode einer Major Depression), insbesondere bei begleitenden Schlafstörungen und Appetitlosigkeit. Off-Label auch bei Angststörungen und Schlafstörungen. Die Verordnung erfolgt durch den Arzt.

Wirkmechanismus

Mirtazapin blockiert präsynaptische Alpha-2-Adrenozeptoren und erhöht dadurch die Freisetzung von Noradrenalin und Serotonin. Zusätzlich blockiert es Histamin-H1-Rezeptoren (schlaffördernd) und 5-HT2/5-HT3-Rezeptoren.

Schlaffördernde Wirkung

Die H1-Blockade bewirkt eine ausgeprägte Sedierung, insbesondere in niedrigeren Dosierungen (15 mg). Bei höheren Dosen (30–45 mg) überwiegt die noradrenerge Wirkung, und die Sedierung nimmt ab.

Wichtige Hinweise zur Einnahme

Mirtazapin erfordert eine sorgfältige ärztliche Begleitung, insbesondere zu Therapiebeginn.

Langsames Einschleichen

Der Arzt beginnt in der Regel mit einer niedrigen Dosis (15 mg) und steigert schrittweise. Die antidepressive Wirkung tritt erst nach 2–4 Wochen ein.

Nicht abrupt absetzen

Mirtazapin sollte nicht plötzlich abgesetzt werden. Das schrittweise Ausschleichen über mehrere Wochen hilft, Absetzsymptome zu vermeiden.

Gewichtszunahme

Appetittsteigerung und Gewichtszunahme sind häufige Nebenwirkungen. Dies wird bei untergewichtigen oder appetitlosen Patienten therapeutisch genutzt, kann aber bei anderen Patienten problematisch sein.

Wichtige Hinweise

  • Mirtazapin darf nicht eigenmächtig abgesetzt werden. Schrittweises Ausschleichen unter ärztlicher Anleitung ist erforderlich.
  • Zu Therapiebeginn kann bei jüngeren Patienten (unter 25 Jahren) vorübergehend eine Zunahme von Suizidgedanken auftreten. Engmaschige ärztliche Überwachung ist in den ersten Wochen wichtig.
  • Alkohol und andere zentral dämpfende Substanzen können die sedierende Wirkung von Mirtazapin erheblich verstärken.
Medizinisch geprüft

Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 01.03.2026

Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

Häufig gestellte Fragen

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Lassen Sie sich beraten, ob Mirtazapin für Sie geeignet ist. Der Arzt entscheidet individuell über die Verordnung.

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Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Medizinischer Hinweis

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung.Mirtazapin ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Die Entscheidung über eine Verordnung liegt ausschließlich beim behandelnden Arzt.

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