Finasterid – Wirksam gegen erblich bedingten Haarausfall
Finasterid ist ein verschreibungspflichtiger 5-Alpha-Reduktasehemmer zur Behandlung der androgenetischen Alopezie bei Männern. Es hemmt die Umwandlung von Testosteron in DHT.
Steckbrief
Wirkstoff
Finasterid
Wirkstoffklasse
5-Alpha-Reduktasehemmer
Dosierung (Haarausfall)
1 mg/Tag
Wirkungseintritt
3–6 Monate
Rezeptpflicht
Ja (verschreibungspflichtig)
Zulassung
1997 (gegen Haarausfall)
Was ist Finasterid?
Finasterid ist ein 5-Alpha-Reduktasehemmer, der die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron (DHT) blockiert. DHT ist die Hauptursache des erblich bedingten Haarausfalls bei Männern.
Zugelassenes Anwendungsgebiet
Finasterid 1 mg ist zur Behandlung der androgenetischen Alopezie (erblich bedingter Haarausfall) bei Männern zugelassen. Finasterid 5 mg wird bei benigner Prostatahyperplasie eingesetzt.
Wirkmechanismus
Finasterid hemmt das Enzym 5-Alpha-Reduktase Typ II, das Testosteron in DHT umwandelt. Dadurch sinkt der DHT-Spiegel, und die Miniaturisierung der Haarfollikel wird gebremst.
Langzeitanwendung
Finasterid muss dauerhaft eingenommen werden. Bei Absetzen kehrt der Haarausfall in der Regel zurück, da der DHT-Spiegel wieder ansteigt.
Wirksamkeit bei Haarausfall
Finasterid ist einer der am besten untersuchten Wirkstoffe gegen androgenetische Alopezie.
Klinische Studien
In klinischen Studien (Kaufman et al., 1998) wurde bei einem Großteil der Teilnehmer über 2 Jahre eine Stabilisierung des Haarausfalls beobachtet. Bei einem Teil kam es auch zu sichtbarem Neuwachstum.
Wirkungseintritt
Erste Ergebnisse zeigen sich in der Regel nach 3–6 Monaten regelmäßiger Einnahme. Die volle Wirkung wird nach ca. 12 Monaten erreicht.
Kombination mit Minoxidil
Die Kombination von Finasterid (oral) mit Minoxidil (topisch) kann in manchen Fällen wirksamer sein als die jeweilige Monotherapie. Der Arzt berät zur optimalen Strategie.
Wichtige Hinweise
- Finasterid ist verschreibungspflichtig. Der Arzt entscheidet über die Verordnung.
- Nicht für Frauen oder Kinder geeignet. Schwangere dürfen zerbrochene Tabletten nicht berühren (Teratogenitätsrisiko).
- Mögliche sexuelle Nebenwirkungen (Libidoverlust, Erektionsstörungen) sollten mit dem Arzt besprochen werden.
- Über das Post-Finasterid-Syndrom wurde berichtet – die EMA hat 2023 die Produktinformationen aktualisiert.
Häufig gestellte Fragen
Weiterführende Seiten
Ärztliche Beratung
Lassen Sie sich beraten, ob Finasterid für Sie geeignet ist. Der Arzt entscheidet individuell über die Verordnung.
Zur ärztlichen BeratungPflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.
Medizinischer Hinweis
Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung.Finasterid ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Die Entscheidung über eine Verordnung liegt ausschließlich beim behandelnden Arzt.