Pneumologie

COPD – Ursachen, Diagnose & Therapie

COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung) ist eine fortschreitende Atemwegserkrankung, die vor allem Raucher und ehemalige Raucher betrifft. Weltweit ist COPD eine der führenden Todesursachen. Frühzeitige Diagnose und konsequente Behandlung können den Verlauf positiv beeinflussen.

Steckbrief

Fachgebiet

Pneumologie / Innere Medizin

Häufigkeit

Ca. 6–8 Mio. Betroffene in DE

ICD-10

J44

Hauptursache

Rauchen (80–90 %)

Behandelbar

Symptomkontrolle möglich

Erstdiagnostik

Hausarzt / Pneumologe

Was ist COPD?

COPD ist eine chronische Lungenerkrankung, die durch eine dauerhaft eingeschränkte Atemflusslimitation gekennzeichnet ist. Sie umfasst die chronische Bronchitis und das Lungenemphysem.

Chronische Bronchitis

Dauerentzündung der Bronchien mit vermehrter Schleimproduktion. Definiert als produktiver Husten über mindestens 3 Monate in 2 aufeinanderfolgenden Jahren.

Lungenemphysem

Irreversible Überblähung und Zerstörung der Lungenbläschen (Alveolen), wodurch die Gasaustauschfläche abnimmt.

Exazerbation

Akute Verschlechterung der Symptome, oft durch Infekte ausgelöst. Erfordert eine rasche Therapieanpassung durch den Arzt.

Ursachen im Überblick

Rauchen ist die mit Abstand häufigste Ursache. Aber auch andere Faktoren können zur Entstehung beitragen.

Rauchen

Zigarettenrauch ist für 80–90 % aller COPD-Fälle verantwortlich. Auch Passivrauchen erhöht das Risiko.

Berufliche Schadstoffe

Langfristige Exposition gegenüber Feinstaub, Chemikalien oder organischen Stäuben kann COPD verursachen.

Alpha-1-Antitrypsin-Mangel

Seltener genetischer Defekt, der vor allem bei jüngeren Patienten ohne Raucheranamnese an COPD denken lassen sollte.

Wann zum Arzt?

  • Akute Atemnot mit bläulicher Verfärbung der Lippen ist ein Notfall – rufen Sie sofort den Rettungsdienst.
  • Rauchstopp ist die wichtigste Einzelmaßnahme. Jeder Tag ohne Zigarette verlangsamt das Fortschreiten der Erkrankung.
  • Infekte können lebensbedrohliche Exazerbationen auslösen – lassen Sie sich jährlich gegen Grippe und gegen Pneumokokken impfen.
  • Setzen Sie verordnete Inhalatoren nie eigenmächtig ab. Der Arzt steuert die Therapie.

Häufig gestellte Fragen

Weiterführende Seiten

Ärztliche Beratung

Lassen Sie sich individuell beraten. Unsere Ärzte helfen Ihnen, die passende Behandlung für COPD zu finden.

Zur ärztlichen Beratung

Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Medizinischer Hinweis

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.