Allergologie

Allergie & Heuschnupfen – Ursachen, Diagnose & Therapie

Allergien gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Heuschnupfen (allergische Rhinitis) betrifft Millionen Menschen. Moderne Therapien und Hyposensibilisierung können die Beschwerden deutlich lindern.

Steckbrief

Fachgebiet

Allergologie / HNO / Dermatologie

Häufigkeit

Ca. 20–25 % der Bevölkerung

ICD-10

J30

Häufigste Auslöser

Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare

Behandelbar

Ja, symptomatisch und ursächlich (SIT)

Erstdiagnostik

Hausarzt / Allergologe

Was ist eine Allergie?

Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Immunsystems auf eigentlich harmlose Substanzen (Allergene). Heuschnupfen (allergische Rhinitis) ist die häufigste allergische Erkrankung und betrifft die Nase und häufig auch die Augen.

Definition

Das Immunsystem bildet IgE-Antikörper gegen harmlose Substanzen. Bei erneutem Kontakt werden Mastzellen aktiviert und setzen Histamin frei – die allergische Reaktion.

Allergische Rhinitis

Saisonal (Pollenallergie/Heuschnupfen) oder ganzjährig (Hausstaubmilben, Tierhaare). Symptome: Niesen, laufende Nase, juckende Augen.

Etagenwechsel

Unbehandelter Heuschnupfen kann zu allergischem Asthma führen (sogenannter Etagenwechsel). Eine frühzeitige Behandlung ist daher wichtig.

Ursachen im Überblick

Allergien entstehen durch das Zusammenspiel von genetischer Veranlagung und Umweltfaktoren.

Atopische Veranlagung

Familiäre Vorbelastung (Allergie, Asthma, Neurodermitis) erhöht das Risiko deutlich. Die Veranlagung ist polygenetisch.

Sensibilisierung

Wiederholter Kontakt mit Allergenen führt zur Bildung spezifischer IgE-Antikörper. Ab dann löst jeder Kontakt Symptome aus.

Hygienehypothese

Eine zu sterile Umgebung in der Kindheit begünstigt möglicherweise die Entwicklung von Allergien, da das Immunsystem zu wenig trainiert wird.

Wann zum Arzt?

  • Bei schweren allergischen Reaktionen (Anaphylaxie) mit Atemnot, Schwellung oder Kreislaufproblemen sofort den Notruf (112) wählen.
  • Antihistaminika sind Medikamente – vor der Einnahme ärztlichen Rat einholen, insbesondere in Schwangerschaft und Stillzeit.
  • Allergien nicht ignorieren: Unbehandelter Heuschnupfen kann zu Asthma führen (Etagenwechsel).
  • Allergietest-Ergebnisse immer mit dem Arzt besprechen – ein positiver Test allein bedeutet nicht zwingend eine klinisch relevante Allergie.

Häufig gestellte Fragen

Weiterführende Seiten

Ärztliche Beratung

Lassen Sie sich individuell beraten. Unsere Ärzte helfen Ihnen, die passende Behandlung für Allergie & Heuschnupfen zu finden.

Zur ärztlichen Beratung

Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Medizinischer Hinweis

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden.