Triptan

Sumatriptan – Triptan gegen Migräne

Sumatriptan ist ein Serotonin-Rezeptor-Agonist (Triptan) zur Akutbehandlung von Migräneanfällen. Es war das erste Triptan auf dem Markt und gehört zu den am häufigsten verordneten Migränemedikamenten.

Steckbrief

Wirkstoff

Sumatriptan (Succinat)

Wirkstoffklasse

Triptan (5-HT1-Agonist)

Wirkungseintritt

30 Min. (oral), 10 Min. (s.c.)

Darreichungsformen

Tabletten, Nasenspray, Injektion

Rezeptpflicht

Ja (verschreibungspflichtig)

Erstzulassung

1991

Was ist Sumatriptan?

Sumatriptan ist ein Triptan, das zur Akutbehandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura eingesetzt wird. Es war das erste Medikament seiner Klasse und wurde 1991 zugelassen.

Akutmedikament

Sumatriptan ist kein Prophylaktikum – es wird nur bei einem akuten Migräneanfall eingenommen, nicht zur Vorbeugung.

Wirkmechanismus

Sumatriptan bindet an Serotonin-Rezeptoren (5-HT1B/1D) und bewirkt eine Verengung der erweiterten Hirngefäße. Zudem hemmt es die Freisetzung entzündungsfördernder Neuropeptide.

Verschiedene Darreichungsformen

Tabletten, Nasenspray und subkutane Injektion. Das Nasenspray und die Injektion eignen sich besonders bei Übelkeit, wenn orale Einnahme schwierig ist.

Anwendung bei Migräne

Die korrekte Anwendung von Sumatriptan ist wichtig für die optimale Wirksamkeit.

Einnahmezeitpunkt

Sumatriptan wird bei Beginn der Kopfschmerzphase eingenommen – nicht in der Aura-Phase. Eine frühzeitige Einnahme verbessert die Wirksamkeit.

Wiederholungsdosis

Wenn die Migräne nach anfänglicher Besserung zurückkehrt, kann eine zweite Dosis eingenommen werden – frühestens 2 Stunden nach der ersten. Maximal 2 Dosen pro 24 Stunden.

Häufigkeit begrenzen

Sumatriptan sollte an maximal 10 Tagen pro Monat eingenommen werden, um einen Medikamentenübergebrauchskopfschmerz zu vermeiden.

Wichtige Hinweise

  • Sumatriptan ist verschreibungspflichtig. Der Arzt entscheidet über die Verordnung.
  • Nicht bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, unkontrolliertem Bluthochdruck oder Schlaganfall-Vorgeschichte anwenden.
  • Nicht zusammen mit MAO-Hemmern oder Ergotaminen einnehmen.
  • Bei häufiger Einnahme (>10 Tage/Monat) droht Medikamentenübergebrauchskopfschmerz.

Häufig gestellte Fragen

Weiterführende Seiten

Ärztliche Beratung

Lassen Sie sich beraten, ob Sumatriptan für Sie geeignet ist. Der Arzt entscheidet individuell über die Verordnung.

Zur ärztlichen Beratung

Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Medizinischer Hinweis

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung.Sumatriptan ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Die Entscheidung über eine Verordnung liegt ausschließlich beim behandelnden Arzt.