Glukokortikoid (Cortison)

Prednisolon – Glukokortikoid bei Entzündungen & Allergien

Medizinisch geprüft

Prednisolon ist ein synthetisches Glukokortikoid mit starker entzündungshemmender und immunsuppressiver Wirkung. Es wird bei zahlreichen entzündlichen, allergischen und autoimmunen Erkrankungen eingesetzt.

Jetzt Beratung starten
4,6Trustpilot
|
5,0Google

Steckbrief

Wirkstoff

Prednisolon

Wirkstoffklasse

Glukokortikoid

Relative Potenz

4× stärker als Cortisol

Darreichungsformen

Tabletten (1 mg, 5 mg, 10 mg, 20 mg, 50 mg)

Rezeptpflicht

Ja (verschreibungspflichtig)

Was ist Prednisolon?

Prednisolon ist ein synthetisches Glukokortikoid, das dem körpereigenen Cortisol ähnelt, aber 4-mal stärker wirkt. Es ist eines der meistverordneten Kortisonpräparate in Deutschland.

Breites Anwendungsspektrum

Entzündliche Erkrankungen (Rheuma, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa), allergische Reaktionen, Asthma, Autoimmunerkrankungen (Multiple Sklerose, Lupus), Hautkrankheiten und nach Organtransplantation. Der Arzt entscheidet über die Verordnung.

Wirkmechanismus

Prednisolon bindet an den Glukokortikoid-Rezeptor im Zellkern und moduliert die Genexpression. Es hemmt Entzündungsmediatoren (Zytokine, Prostaglandine), unterdrückt die Immunantwort und stabilisiert Zellmembranen.

Prednisolon vs. Prednison

Prednison wird in der Leber zu Prednisolon umgewandelt (aktive Form). Bei eingeschränkter Leberfunktion wird direkt Prednisolon bevorzugt, da es keiner Aktivierung bedarf.

Nebenwirkungen bei Langzeittherapie

Bei kurzzeitiger Anwendung (wenige Tage) sind schwere Nebenwirkungen selten. Bei Langzeittherapie können erhebliche Nebenwirkungen auftreten.

Cushing-Syndrom

Bei langfristiger Einnahme hoher Dosen können typische Cushing-Zeichen auftreten: Gewichtszunahme, Vollmondgesicht, Stammfettsucht, dünne Haut, Striae.

Osteoporose

Glukokortikoide hemmen den Knochenaufbau und fördern den Knochenabbau. Bei Langzeittherapie wird häufig Calcium/Vitamin D und ggf. ein Bisphosphonat verordnet.

Blutzuckererhöhung

Prednisolon kann die Insulinresistenz steigern und den Blutzucker erhöhen. Diabetiker benötigen häufig eine Anpassung der Diabetestherapie.

Wichtige Hinweise

  • Prednisolon darf nach Langzeittherapie (>2 Wochen) niemals abrupt abgesetzt werden. Schrittweises Ausschleichen ist Pflicht, um eine Nebennierenrindeninsuffizienz (Addison-Krise) zu vermeiden.
  • Langfristige Anwendung erhöht das Infektionsrisiko, da die Immunabwehr unterdrückt wird. Impfungen sollten vor Therapiebeginn aktuell sein.
  • Bei Diabetikern engmaschige Blutzuckerkontrollen erforderlich – Prednisolon kann den Blutzucker erheblich erhöhen.
Medizinisch geprüft

Geprüft von Docto24 Ärzteteam · Letzte Aktualisierung: 01.03.2026

Dieser Artikel wurde von approbierten Ärzten auf medizinische Richtigkeit überprüft.

Häufig gestellte Fragen

Weiterführende Seiten

Ärztliche Beratung

Lassen Sie sich beraten, ob Prednisolon für Sie geeignet ist. Der Arzt entscheidet individuell über die Verordnung.

Jetzt Beratung starten

Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Medizinischer Hinweis

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung.Prednisolon ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel. Die Entscheidung über eine Verordnung liegt ausschließlich beim behandelnden Arzt.

Jetzt Beratung starten