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Abnehmspritze Nebenwirkungen im Überblick

GLP-1-Rezeptoragonisten können Nebenwirkungen verursachen. Hier erfahren Sie, welche Beschwerden häufig auftreten, wie Sie damit umgehen und wann Sie ärztlichen Rat einholen sollten.

Häufige Nebenwirkungen

Die meisten Nebenwirkungen betreffen den Magen-Darm-Trakt und treten vor allem in der Einschleichphase auf.

Übelkeit (25-44%)

Die häufigste Nebenwirkung. Tritt besonders bei Dosissteigerung auf und bessert sich bei den meisten Patienten innerhalb von 4-8 Wochen. Tipps: Kleinere Mahlzeiten, langsam essen, fettreiche Speisen meiden.

Durchfall (20-30%)

Kann in den ersten Wochen auftreten. Ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig. Bei anhaltenden Beschwerden den Arzt konsultieren.

Verstopfung (11-24%)

Durch verlangsamte Magenentleerung. Ballaststoffreiche Ernährung und ausreichend Trinken können helfen.

Erbrechen (5-24%)

Vor allem in der Einschleichphase. Wenn häufig auftretend, kann der Arzt die Dosissteigerung verlangsamen.

Seltene aber wichtige Nebenwirkungen

Einige Nebenwirkungen sind selten, erfordern aber sofortige ärztliche Abklärung.

Pankreatitis (< 1%)

Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Symptome: Starke, anhaltende Bauchschmerzen, die in den Rücken ausstrahlen, Übelkeit, Erbrechen. Sofort ärztlichen Rat einholen und Medikament absetzen.

Gallenblasenerkrankungen

Schneller Gewichtsverlust erhöht das Risiko für Gallensteine. Symptome: Starke Schmerzen im rechten Oberbauch, besonders nach fettreichen Mahlzeiten.

Schilddrüsentumore

Im Tierversuch wurde ein erhöhtes Risiko für medulläre Schilddrüsentumore beobachtet. Eine Übertragbarkeit auf den Menschen ist nicht gesichert. Kontraindiziert bei familiärer Vorgeschichte.

Hypoglykämie

Unterzuckerung ist unter alleiniger Anwendung selten, kann aber bei gleichzeitiger Einnahme von Insulin oder Sulfonylharnstoffen auftreten.

Vergleich der Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungsprofile der drei Hauptpräparate sind ähnlich, es gibt aber Unterschiede in der Häufigkeit.

Ozempic vs. Wegovy

Wegovy hat aufgrund der höheren Dosierung (2,4 mg vs. 1,0 mg) tendenziell häufiger gastrointestinale Nebenwirkungen. Das Sicherheitsprofil ist insgesamt vergleichbar.

Semaglutid vs. Tirzepatid

Die SURMOUNT-Studien zeigten für Tirzepatid ähnliche Raten gastrointestinaler Nebenwirkungen wie Semaglutid. Die Abbruchrate wegen Nebenwirkungen lag bei beiden Wirkstoffen bei 4-7%.

Wichtige Hinweise

  • Bei starken oder anhaltenden Nebenwirkungen immer ärztlichen Rat einholen.
  • Das Medikament nicht eigenmächtig absetzen oder die Dosis ändern.
  • Die Einschleichphase ist wichtig zur Minimierung von Nebenwirkungen -- nicht überspringen.

Häufig gestellte Fragen

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Ärztliche Beratung

Lassen Sie sich in einem ärztlichen Beratungsgespräch individuell beraten, ob eine medikamentöse Unterstützung bei Adipositas für Sie in Frage kommt. Der Arzt entscheidet über die Verordnung.

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Pflichthinweis: Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.

Medizinischer Hinweis

Die auf dieser Seite bereitgestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Aufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Ein Therapieerfolg kann nicht garantiert werden. Die Entscheidung über eine Verordnung liegt ausschließlich beim behandelnden Arzt.